Schmerz

-Etwas ist anders-

Ob stechend, schneidend, brennend, dumpf, drückend, klopfend, ziehend, reißend oder gar bohrend: Schmerzen können auch verstecken spielen. Sie stellen immer die Spitze eines Eisberges dar und beeinflussen nicht unerheblich die Arbeits-, Liebes- und Spielfähigkeit des Betroffenen.

Als Signal sagt der Schmerz dem heutigen Menschen: „Tue was, lass dich röntgen, unterziehe dich allen modernen diagnostischen Verfahren bzw. „Tue was, nimm eine der etwa 500 zur Verfügung stehenden Schmerzpillen ein“ oder gar „Tue was, lass dir den Schmerz wegoperieren“.

Sowohl die diagnostisch viel betriebene „Zackologie“ als auch die medikamentöse und operative Schmerztherapie stellen jedoch meist keine echte Lösung dar. An Abhängigkeiten und andere Nebenwirkungen dieser Maßnahmen wird meist zu spät gedacht.

Der Schmerz könnte aber auch als Botschaft sagen: „Tue was, beweg dich mehr, halte und ver-halte dich anders“. Genau in diesem Sinne setzt das kreative Konzept der Schmerzphysiotherapie an. Der Patient (der Leidende) wird zum Agenten, er wird aus dem Bett der Passivität herausgeholt.